Ergänzung (18.10.2010):

Vielleicht könnte man es auch in Begriffen aus dem „Buffyverse“ formulieren:

  • Himmel = „World Without Shrimp“
  • Hölle = „World With Nothing But Shrimp“
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Die heutige Sonntagsschulgeschichte

Veröffentlicht: 26. September 2010 in Gefällt mir
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(entdeckt im Atheist Media Blog)

In einem anderen Jahrhundert war ich selbst mal von der göttlichen Inspiration der gesamten Bibel überzeugt, also auch derartiger Horrorstories. Ich weiß, dass ich damals eine für meine Begriffe schlüssige Erklärung und Rechtfertigung für diesen Vorfall gefunden hätte, so dass er sich irgendwie mit dem Rest der Bibel (Gott als liebender Vater, Elisa als vorbildlicher Prophet) vereinbaren ließ.

Heute sehe ich das als so gut wie unmöglich an. Wer auch immer die Bibel geschrieben und zusammengestellt hat, hat reichlich schlampig gearbeitet und jede Menge Unstimmigkeiten und Widersprüche übersehen.

Ratzi – Jugendjahre eines Papstes

Veröffentlicht: 26. September 2010 in Humbug - Bullsh*t
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„Hey, Ratzi, hab schon gehört, dass sie dich eingezogen haben. Willkommen. Wie fühlt man sich denn in der Hitlerjugend?“

„Ich bevorzuge die Bezeichnung ‚atheistische Extremisten‘.“

Denkt denn niemand an die Kinder?

Veröffentlicht: 25. September 2010 in Humbug - Bullsh*t, Music, News, TV
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Mittlerweile hat es sich ja auch nach Deutschland herumgesprochen, dass Katy Perrys geplanter Auftritt in der amerikanischen Sesame Street aus der Sendung geschnitten wurde. Angeblich hatte sie sich nicht warm genug angezogen und wäre deshalb ein schlechtes Vorbild.

Denkt denn niemand an die Kinder?

Da tritt endlich mal eine Popsängerin im Fernsehen auf, die nicht den üblichen stoffsparenden Look hat, der mittlerweile von zig Tausenden Prostituierten auf der ganzen Welt imitiert wird (Oder war es umgekehrt? Ich komme da immer durcheinander), nicht zu vergessen, auch von den großen Schwestern der Zielgruppen-Kinder. Und den armen Kleinen wird dieses einmalige Erlebnis vorenthalten!

Zumindest den Lesern dieses Blogs will ich es nicht vorenthalten. Bildet euch selbst eine Meinung:

English short version of this post: Cleavage? What cleavage?

Unter dem Titel „Missbraucht im Namen des Teufels“ wird mal wieder das moderne Märchen vom rituellen Missbrauch aufgewärmt.

Ich verstehe nicht, warum man nicht wenigstens pro forma nach Ausgewogenheit strebt und zu diesem Thema auch sachkundige Ansprechpartner bei der Polizei oder beim Essener Sekten-Info (jetzt: Sekten-Info NRW) befragt.

Beim Sekten-Info gibt es zu diesem Thema übrigens einen ausgezeichneten Artikel. Zitat aus dem Fazit:

Für die Existenz großer, international vernetzter, satanistischer Sekten, in denen gefoltert und gemordet wird, gibt es bisher keinerlei Anhaltspunkte. Es gibt auch nicht den Satanismus, sondern viele verschiedene Erscheinungsformen, denen vor allem die Selbstvergottung des Menschen gemein ist. Vor allem sind es Jugendliche, die aus Neugier, Protest oder Erhöhung des Selbstwertgefühls die Bücher von Crowley oder LaVey lesen, Rituale durchführen und mit Hilfe von Magie versuchen, Stärke und Macht zu gewinnen. In Einzelfällen kommt es dabei auch zu kriminellen Handlungen. Die Morde von Sondershausen, Witten und die Verurteilung von Michael D. Eschner wegen Missbrauchs und Vergewaltigung zeigen, dass es im Satanismus zu Verbrechen kommen kann. Allerdings wurden diese auch vor Gericht gebracht und geahndet.

Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass es im Satanismus zu Fällen rituellen Missbrauchs kommt. Jedes Jahr werden in Deutschland 20.000 Fälle sexuellen Missbrauchs bei der Polizei registriert und die Dunkelziffer liegt um ein Vielfaches höher. Auch in den Kirchen gibt es inzwischen eine Reihe dokumentierter Fälle sexuellen Missbrauchs durch Priester. Die satanistische Ideologie legitimiert Gewalt als Unterwerfungsakt und glorifiziert sexuelle Gewalt als Teil des sexualmagischen Ritus, der Macht verleiht (Busch, 2004).

Wenn eine Klientin in der Beratung von rituellem Missbrauch im Satanismus berichtet, lässt sich die Glaubwürdigkeit aber nicht allein durch ein emotionales Betroffensein festmachen. Berichtet eine Betroffene z.B. von sexuellen Grenzüberschreitungen unter massivem Alkoholkonsum, benennt den genauen Namen der Gruppe sowie konkrete Vorkommnisse, die mit der satanistischen Ideologie übereinstimmen, so sind die Geschehnisse nachvollziehbar und durchaus denkbar. Wenn aber von einer anonymen satanistischen Sekte gesprochen wird, von Satanspriestern und „Kapuzenmännern“, von Folterungen und Menschenopferungen oder von „Programmierungen“, die bis in die Gegenwart reichen, so sind deutlich Zweifel angebracht.

Gestern hat der Essener Stadtrat eine sogenannte „Vergnügungssteuer für Solarien“ beschlossen.

Neben den Kritikern melden sich jetzt auch Stimmen, denen diese Bräunungsteuer nicht weit genug geht. Was ist mit denen, die einen eigenen Garten oder einen Balkon haben und sich dort bräunen?, wird gefragt. Oder mit den Besuchern der Essener Freibäder?

Sollte das Bräunen im Garten besteuert werden, liegt es außerdem nahe, darüber nachzudenken, das Bräunen von Würstchen, Koteletts etc., sprich das Grillen, zu besteuern.

Vertreter dieser Argumentation arbeiten nun an einem Entwurf, der Zusatzabgaben auf Sonnenmilch, Gartenliegen, Grills, Holzkohle, Grillanzünder, Grillsoßen und Kräuterbutter vorsieht.

Tierisch religiös

Veröffentlicht: 21. September 2010 in Humbug - Bullsh*t
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Der Mensch ist ein religiöses Lebewesen. Er ist das einzige religiöse Lebewesen. Er ist das einzige Lebewesen, das die wahre Religion hat – nicht nur eine, sondern sogar mehrere. Er ist das einzige Lebewesen, das seinen Nächsten liebt wie sich selbst und ihm die Kehle durchschneidet, wenn seine Theologie nicht sauber ist.

(„Man is a Religious Animal. Man is the only Religious Animal. He is the only animal that has the True Religion — several of them. He is the only animal that loves his neighbor as himself and cuts his throat if his theology isn’t straight.“ [„Letters from the Earth“, Mark Twain])